Eingefangene Sterne – Live

Der Sternhimmel über Jena und monatlich wechselnde Themen

Wir berichten live über den aktuellen Sternhimmel und helfen Ihnen dabei Sterne und Sternbilder zu entdecken. Weiterhin informieren wir Sie über die neuesten Entdeckungen und Entwicklungen in Astronomie sowie bahnbrechende Erkenntnisse über unser Universum und aktuelle Unternehmungen in der Raumfahrt. Monatlich vertiefen wir ein spezielles Thema. Ausdrücklich erwünscht sind Ihre Fragen, Anregungen oder Themenwünsche, die Sie an sternelivefragen@planetarium-jena.de richten oder live in der Veranstaltung äußern können.

Der Sterne-Live Astrostammtisch

Im Anschluss an die Vorträge stehen die Vortragenden noch auf ein Getränk im Restaurant Bauersfeld für Fragen zur Verfügung. Wir schnacken über aktuelle Astro-Themen, den Vortrag und was die Welt bewegt. Natürlich besteht auch die Möglichkeit zum Abendessen im Restaurant. Schauen Sie rein, wir freuen uns auf Sie!

 

 


Kommende Termine:

Dezember 2019:
Die Astronomie des Sterns von Bethlehem

Seit 1.5 Jahrtausenden denken Philosophen, Kirchenleute und Astronomen darüber nach, was Matthäus mit dem berühmten Stern von Bethlehem gemeint haben könnte – und das einzige, das fast sicher ist, ist, dass es wohl kein Schweifstern (Komet) war, wie er in den meisten Holzmodellen von Krippe mit Heiliger Familie dargestellt wird. Warum eine Supernova genauso unwahrscheinlich ist wie die jahrhundertelang angenommene Dreifachkonjunktion von Jupiter und Saturn, das verraten wir in unserer Zeitreise durch die abend- und morgenländische Astronomiegeschichte der letzten 2500 Jahre.
(Referentin: Dr. Dr. Susanne Hoffmann)

Termine:
Mi · 4.12.19 · 20.00 Uhr (ab 21:00 Uhr: Astrostammtisch im Restaurant Bauersfeld)

 

Januar/ Februar 2020:
Naked eye Astronomy – Freiäugige Astronomie

Wie hat Ptolemäus im 2. Jh. über 1000 Sterne vermessen? Und das ohne Präzisionsmikrometer und optische Instrumente? Wir erzählen von der Rekonstruktion einer ptolemäischen Armillarsphäre – einer der komplexesten astronomischen Gerätschaften vor der Erfindung des Teleskops. Das Instrument besteht aus 7 ineinander verschachtelten Ringen und dient zur direkten Messung von Sternkoordinaten in einem Koordinatensystem, das nicht an unserem Standpunkt auf der Erde fixiert ist, sondern an der Hauptebene unseres Sonnensystems (der Ekliptik).
Zudem geht es um die Frage, wie die scheinbare Helligkeit von Sternen ohne moderne Hilfsmittel bestimmt werden kann und welche Einflüsse unsere Atmosphäre auf die Sichtbarkeit von Sternen ausübt. Ein Citizen Science-Projekt untersucht diese Einflüsse, sowie weitere Faktoren mit Hilfe von begeisterten Hobby-Astronomen und einer Handy-App. So soll eine empirische Datenbasis geschaffen werden, auf Grundlage derer die Sichtbarkeit eines Sterns zu einer gegebenen Zeit beurteilt werden kann. Die gewonnenen Erkenntnisse könnten helfen, langjährige Fragen der historischen Astronomie zu beantworten.
(Referent: MSc Philipp Protte – Friedrich-Schiller-Universität Jena)

Termine:
Sa · 25.1.20 · 17.30 Uhr
Mi ·
05.2.20 · 19.00 Uhr (im Anschluss Astrostammtisch im Restaurant Bauersfeld)

 

Februar/ März 2020:
Reise um die Welt in 60 min

Jules Verne träumte von einer Reise „In 80 Tagen um die Welt“, seitdem es neue Verkehrswege auf der Erde gab. Juri Gagarin reiste in 108 Minuten um die Welt, als es Raketen gab. Bei uns im Planetarium reisen Sie in 60-80 Minuten um die Welt: Sie erleben anschaulich, was sich beim Reisen am Sternhimmel verändert: Wie sieht der Himmel über den Kanarischen Inseln aus oder am Nordpol? Wie in Indien, Amerika oder Australien? Am „Wegesrand“ tauchen dabei himmlische Orientierungshilfen und einige Juwelen auf, denen wir einen Foto-Stopp widmen. Auch der aktuelle Nachthimmel wird erläutert.
(Referent: Gunter Helmer – Volkssternwarte Urania Jena e.V.)

Termine:
Sa · 29.2.20 · 17.30 Uhr
Mi ·
04.3.20 · 19.00 Uhr (im Anschluss Astrostammtisch im Restaurant Bauersfeld)

 

März/ April 2020:
Mit TESS zu den neuen Planeten

Große Freunde bei den Astronomen: Der Nobelpreis für Physik ging an die Astronomen Michel Mayor und Didier Queloz für die Entdeckung des ersten Planeten außerhalb unseres Sonnensystems, der einen sonnenähnlichen Stern umkreist. Seit dieser Entdeckung im Jahre 1995 ist viel Zeit vergangen und viele weitere Entdeckungen wurden gemacht. So ist es an der Zeit einen Blick zurück und einen Blick in die Zukunft zu werfen. Wie gelang die erste Entdeckung und was haben wir inzwischen über diese fernen Welten gelernt? Waren die ersten Planeten, die außerhalb unseres Sonnensystems entdeckt wurden, Riesenplaneten wie der Jupiter, so richten sich jetzt die Blicke auf Planeten von der Größe der Erde. Inzwischen sind schon einige erdgroße Planeten entdeckt worden. Doch welche Eigenschaften haben sie? Sind sie wirklich wie die Erde? Gibt es erdähnliche Planeten wie Sand am Meer, oder ist die Erde etwas ganz Besonderes? Was erhoffen wir uns von den neuen Missionen TESS, PLATO und ARIEL? Wird es uns in naher Zukunft gelingen eine zweite Erde zu finden? Haben wir sie etwa schon gefunden und sie liegt sogar ganz in unserer kosmischen Nähe?
(Referent: Eike Günther – Thüringer Landessternwarte Tautenburg)

Termine:
Sa · 28.3.20 · 17.30 Uhr
Mi ·
01.4.20 · 19.00 Uhr (im Anschluss Astrostammtisch im Restaurant Bauersfeld)

 

April/ Mai 2020:
Staub in Planetensystemen – Eine Spurensuche

Bei der Erforschung anderer Planetensysteme stößt man oft auf das „kleine“ Problem, dass die meisten Planeten selbst viel zu lichtschwach sind, um sie zu entdecken. Doch zum Glück besteht ein Planetensystem nicht nur aus Planeten, sondern beinhaltet dazu eine Vielzahl kleinerer Körper wie Asteroiden, Kometen und auch feinsten Staub. Letzterer liegt oft in so großer Menge vor, dass man ihn gut beobachten kann. Mit den Erkenntnissen, die man unter anderem aus dem Sonnensystem hat, kann man dann mittels des sichtbaren Staubs mehr über die nicht direkt beobachtbaren Planeten erfahren. Kommen Sie mit auf einen Ausflug zu sauberem Staub, nützlichen Trümmern und Planeten, die das Rampenlicht scheuen.
(Referent: PD Dr. Torsten Löhne – Friedrich-Schiller-Universität Jena)

Termine:
Sa · 26.4.20 · 17.30 Uhr
Mi ·
06.5.20 · 19.00 Uhr (im Anschluss Astrostammtisch im Restaurant Bauersfeld)

 

Mai 2020:
Pfingststerne – astronomische Geschichten für die ganze Familie

Lassen Sie sich von uns mit Kinderbuchautoren mitnehmen auf phantastische Ausflüge ins Sonnensystem. Wir erklären den Sternhimmel live, lesen aus Torben Kuhlmanns „Armstrong – die abenteuerliche Reise einer Maus zum Mond“ und aus dem Kinderbuch des berühmten theoretischen Physikers Stephen Hawking und seiner Tochter Lucy, „Der geheime Schlüssel zum Universum“.

Das erste Buch erzählt kindgerecht von den wahren Abenteuern auf dem Weg zum Mond und ist eine unbedingte Empfehlung für alle Kinder ab dem Vorschulalter. Im zweiten Buch reisen zwei Grundschulkinder mit einem geheimen Supercomputer ihres Papas zu den Planeten unseres Sonnensystems. Wir präsentieren jeweils Auszüge und empfehlen diese Bücher allen kleinen und großen Kindern mit einer gehörigen Portion Neugier aufs Universum.

(Referenten: Michael Geymeier und Susanne M Hoffmann – Friedrich-Schiller-Universität Jena)

Termine:
So ·
31.5.20 · 17.30 Uhr

 

Juni 2020:
Kosmischer Staub im Labor: Vom Molekül zum Festkörper

Obwohl kosmische Staubkörner oft nur wenige millionstel Millimeter groß sind, können sie globale kosmische Prozesse, wie z.B. die Sternentstehung, nachhaltig beeinflussen. Astronomische Beobachtungen haben gezeigt, dass kosmischer Staub nahezu überall im Kosmos zu finden ist. Staubpartikel werden in den Hüllen roter Riesensterne oder in Supernovae gebildet und beginnen dann eine Reise durch das Universum. Sie werden dabei ständig verändert, teilweise wieder zerstört und zusammengesetzt und bilden letztendlich die Grundlage für Planetensysteme und neue Planeten. Auf den Oberflächen dieser winzigen Partikel können sich Eisschichten bilden, in denen komplexe und biologisch relevante Moleküle gebildet werden. Um diesen Kreislauf zu verstehen, werden die Prozesse im Labor simuliert. Analog zu interstellaren Prozessen, arbeiten wir hier mit sehr energiereicher Ultraviolettstrahlung, Ionenbombardement und Heizprozessen. Mit dem Wissen über diese Prozesse kann man Rückschlüsse auf die Bedingungen in verschiedenen kosmischen Umgebungen ziehen, globale kosmische Prozesse besser modellieren und etwas über die Ursprünge des Lebens lernen.
(Referentin: PD Dr. Cornelia Jäger – Friedrich-Schiller-Universität Jena)

Termine:
Mi ·
03.6.20 · 19.00 Uhr (im Anschluss Astrostammtisch im Restaurant Bauersfeld)
Sa · 06.6.20 · 17.30 Uhr