Aktueller Sternhimmel

Der Sternhimmel im August 2018

Der aktivste Sternschnuppenmonat

In diesem Monat nimmt die Länge des hellen Tages bereits wieder um eine Stunde ab. Die Sonne verläßt am 11. das Tierkreissternbild Krebs und zieht vor den Löwen.
Neumond ist am 11. August, Vollmond am 26.

In der Abenddämmerung ist westlich über dem Horizont die helle Venus als sogenannter „Abendstern“ zu sehen. Sie ist der innere Nachbarplanet der Erde. Im Südwesten folgt der Riesenplanet Jupiter vor der Waage, im Süden der Ringplanet Saturn vor dem Tierkreissternbild Schütze und der sehr helle rote Nachbarplanet der Erde, der Mars vor den Sternbildern Steinbock und Schütze.

Die Hochsommernächte werden vom Sommerdreieck beherrscht. Hoch im Süden funkeln mit Deneb im Schwan und Wega in der Leier zwei der hellsten Sterne am irdischen Himmel. Unter ihnen vollendet der Atair im Adler das prachtvolle Dreieck. Das Sternbild Schwan ist auch als Kreuz des Nordens gut zu finden. In einer ganz klaren Nacht kann man sich gut vorstellen, wie beide Vögel mit ausgebreiteten Schwingen über das matt schimmernde Band der Milchstraße zu gleiten scheinen. Aber dafür sind schon sehr gute Sichtbedingungen erforderlich. Vier nicht sehr lichtstarke Sternchen, die ein kleines Parallelogramm bilden, formen zusammen mit der Wega das Sternbild Leier. Flach über dem Südhorizont sind die sommerlichen Tierkreissternbilder Waage, Skorpion, Schlangenträger, Schütze und Steinbock zu finden. Der rötlich funkelnde Stern Antares des Skorpions ist recht gut auszumachen.

Am östlichen Himmel strahlen die Sterne des Herbstvierecks aus Pegasus und Andromeda. Scheinbar aus dem Sternbild Perseus im Osten kommend, kann man die Sternschnuppen des Perseiden-Stroms erwarten, dessen Maximum in der Nacht vom 12. zum 13. August liegt.
Ende August erscheint in den Morgenstunden östlich der rare sonnennächste Planeten Merkur.

 

Der Sternhimmel im September 2018

Der Herbst beginnt

Am 23. des Monats verabschiedet sich mit der Tagundnachtgleiche der diesjährige Sommer astronomisch und kalendarisch, bei uns auf der Nordhalbkugel beginnt der Herbst. Die Sonne quert um 2.54 Uhr Sommerzeit den Himmelsäquator in Richtung Süden. Zuvor hat sie das Tierkreissternbild Löwe verlassen und ist vor die Jungfrau gezogen.

Am 25. ist Vollmond, der Neumond am 9. September

In der Abenddämmerung ist südwestlich knapp über dem Horizont der sogenannte „Abendstern“, der innere Nachbarplanet der Erde, die helle Venus nur noch bis Mitte des Monats zu sehen. Es folgt der Riesenplanet Jupiter vor der Waage, im Süden der Ringplanet Saturn vor dem Tierkreissternbild Schütze und der rote Nachbarplanet der Erde, der Mars vor dem Steinbock.

Am Sternhimmel der ersten Nachthälfte vollzieht sich ebenfalls der Wechsel der Jahreszeiten. Noch dominiert im Südwesten das prachtvolle Sommerdreieck, das die hellen Sterne Deneb im Schwan, Wega in der Leier und Atair im Adler bilden. Aber aus dem Osten ziehen bereits die leider nicht so lichtstarken Sterne des Herbstvierecks auf, die gegen Monatsende den mitternächtlichen Sternhimmel beherrschen werden. Sie gehören zu den Sternbildern Pegasus und Andromeda. Dieses Viereck ist ein nahezu perfektes Rechteck und so leicht zu entdecken. Die obere Kante führt als Sternkette der Andromeda in den Osten, hin zum Helden Perseus. Darüber funkelt als Himmels-W das Sternbild Kassiopeia. Später erscheinen im Osten bereits die Sterne des Wintersechsecks: Kapella, Aldebaran, Rigel, Sirius, Prokyon sowie Kastor und Pollux.

Anfang des Monats können wir in den Morgenstunden östlich den raren sonnennahesten Planeten Merkur entdecken.