3 Haselnüsse für Aschenbrödel - AUSVERKAUFT!

Die drei Haselnüsse für Aschenbrödel werden im Planetarium in Jena gezeigt. Die Eintrittsgelder sind für den guten Zweck.

http://www.antennethueringen.de/at_www/Thueringen/Thueringen-sagt-Ja-zu-Kindern/

 

 

Adventskonzert

mit dem Blasorchester SCHOTT Jena e.V.

Sonntag 14.12.  14:00 Uhr & 15:30 Uhr

 

Major Tom landet im Zeiss-Planetarium

Peter Schilling präsentierte sein neues Pop-Album „DNA“     

Am 3. November 2014 ab 20 Uhr stellte Peter Schilling sein brandneues Album in dem ehrwürdigen Zeiss-Planetarium vor.


„Ich suchte einen Ort zur Präsentation, an dem meine musikalische Vita seit meinen Songs aus den 80ern einen geeigneten Boden findet und dennoch zukunftsorientiert ist. Ich habe großes Interesse an Wissenschaften und möchte an diesem Ort Entertainment und Musik mit einfließen lassen.“ Und so wurde die CD-Präsentation umrahmt von eindrucksvollen multimedialen Shows im Planetarium.

Es wurden alle Songs in der Originalfassung präsentiert.
Mit galaktischen Projektionen passend zur Musik war Gänsehaut garantiert. Das war richtig spannend!! Danach gab es ein Unplugged - Set mit seiner Band.

 

 

 

59. Ernst-Abbe-Kolloquium

Mi · 29.10.2014 · 17.00 Uhr - Eintritt frei!

Biodiversitätskrise – Das Sechste Massensterben auf der Erde?

Prof. Dr. Richard Pott - Institut für Geobotanik (Leibniz Universität Hannover)

 

Unter Biodiversität wird im Allgemeinen die Vielfalt aller Lebensformen, das heißt der Artenreichtum beziehungsweise die taxonomische und genetische Vielfalt der Natur auf der Erde verstanden. Einbezogen sind die Lebensgemeinschaften, die Ökosysteme, die Landschaften unseres Globus, die sich in verschiedene aquatische, marine und terrestrische Lebensräume differenzieren lassen, von den arktischen Tundren, den borealen Nadelwäldern, den temperaten Laubwäldern, den mediterranoiden immergrünen Hartlaubregionen, den Wüsten und Halbwüsten, bis hin zu den subtropischen Trockenwäldern und Savannen, den tropischen Regenwäldern, den Mangroven und den Korallenriffen der tropischen Meere. Dazu kommen die marinen Ökosysteme aller Ozeane von der Arktis bis in die Antarktis sowie die limnischen und fluviatilen Süßwassersysteme und die Moore.

Dass Arten sich neu bilden und vergehen ist zumindest langfristig betrachtet nichts außergewöhnliches, sondern ein fester Bestandteil der natürlichen Evolution auf der Erde. Seit Beginn des Lebens vor 3,5 Milliarden Jahren dürften etwa 99 Prozent aller Tier- und Pflanzenarten, die je unseren Planeten besiedelt haben, wieder verschwunden sein. Die gegenwärtigen und zukünftigen weltweiten Verluste von Arten infolge von Landumwandlungen mit Habitatverlusten und der direkten Zerstörung gewachsener Lebensräume durch den Menschen sind mit denen der fünf bekannten Massensterben der Erdgeschichte vergleichbar, die in den vergangenen 500 Millionen Jahren stattgefunden haben. In heutiger Zeit sollen globale Natur- und Artenschutzprogramme solche aktuellen Artensterben verhindern, die plakativ als das „Sechste Massensterben“ bezeichnet werden.

 

 

Odysseus im Weltraum

Radiotrailer

Ein multimediales Live - Spektakel im Zeiss-Planetarium Jena

Jeder kennt die Geschichte vom listigen Odysseus:
Das trojanische Pferd, der Zyklop, die Sirenen...

THEATERfahrendesVOLK transportiert die Original Geschichte Homers ins Weltall:
Odysseus ist der Kapitän einer Raumflotte und die Wesen, denen er begegnet, allesamt Außerirdische.
Don Posey (Poseidon), der Kopf der Monopolisten, jagt Odysseus, der dadurch zehn Jahre durch fremde Galaxien irrt, bevor er endlich nach Hause zurückkehrt.

Wo sie auch spielt, ob im antiken Griechenland, in der heutigen Zeit, oder im Weltraum, die Geschichte von Odysseus ist und bleibt eine aktuelle Geschichte, denn sie ist ein Spiegelbild der menschlichen Natur. Eine Geschichte  über Liebe, Hass, Rache, Angst, Treue, Sehnsucht, Ehrgeiz, Unvollkommenheit, über das Scheitern, das Leben und den Tod.

Eine Produktion von THEATERfahrendesVOLK Theater Fahrendes Volk

Montag - 12. Mai 2014

19:00 Uhr  Odysseus im Weltraum  Reservierung

Ein Spaß für die ganze Familie.
Altersempfehlung:  10 Jahre

Dauer: 2 x 45min. (plus Pause)

Eintritt: 8,50 € / Ermäßigt 7,00 €

 

 

 

1.6.2014 11 bis 17 Uhr Kindertag im Planetarium

ab 11.00 Uhr  Kindermalstraße, Kinderschminken außen ganztags

12.00 - 13.00 Uhr  Wirbelwindkonzert im Weltraum - Kinderkultur Thüringen e.V

13.15 - 14.00 Uhr Unendlich und Eins

14.15 - 15.15 Uhr Struwwelpeter, TheaterfahrendesVolk

15.30 - 16.30 Uhr  Im Jahreskreis der Sonne

Eintritt: 4,90 €

 

 

58. Ernst-Abbe-Kolloquium

Mi · 11.06.2014 · 17.00 Uhr - Eintritt frei!

Flüssigkristalle – die wissenschaftliche Revolution
im Wohnzimmer

Dr. Thomas Geelhaar, Präsident der Gesellschaft Deutscher Chemiker

Heute sind Flüssigkristalle in vielen Bereichen unseres Lebens kaum noch wegzudenken – kaum ein anderes High-Tech-Material hat in den letzten Jahren so schnell eine solche Verbreitung gefunden. Millionen von Nutzern eines Tablet-Computers erfreuen sich heute am brillanten Display, ohne dabei dieses mit den Flüssigkristallen zwischen den Glasplättchen und Polarisatoren in Verbindung zu bringen.

Wie kam es aber 1888 zu deren Entdeckung? Der Vortrag beschreibt die Geschichte der Flüssigkristalle, den Gelehrtenstreit nach Reinitzers Entdeckung, die Erfindungen zu deren Anwendung in Displays und deren kommerzieller Erfolg. Denn heute nutzen sie über 4 Milliarden Menschen bei ihrer mobilen Kommunikation.

 

 

57. Ernst-Abbe-Kolloquium

Mi · 07.05.2014 · 17.00 Uhr - Eintritt frei!

Das menschliche Gehirn, ein Wunderwerk mit vielen Wirklichkeiten

Georg W. Kreutzberg

Max Planck Institut für Neurobiologie, 82152 Martinsried

Das menschliche Gehirn ist das komplexeste Gebilde in dem uns bekannten Universum. Die Zahl seiner Zellen liegt im Bereich mehrerer Hundert Milliarden. Dennoch ist es der Hirnforschung in vielen Jahren gelungen, dieses Universum in groben Umrissen zu verstehen. Dabei haben wir gelernt, dass unser Gehirn nicht nur die Welt um uns abbildet, sondern auch eigene Wirklichkeiten erschafft, die als subjektive Realitäten die gleiche Wertigkeit für uns haben, wie die physikalische Umwelt.

Prof. em. Dr. med. Dr. h.c. Georg W. Kreutzberg, geb.1932 in Bad Neuenahr-Ahrweiler, Studium der Medizin in Bonn, Freiburg, Innsbruck, Wien; ärztliche Approbation und Promotion in Freiburg/Br., Facharzt und Habilitation für Neuropathologie in München, Postdoc am MIT, Cambridge, USA, Visiting Prof. an der Rockefeller University und an der Universität Zürich. Seit 1978 Wissenschaftliches Mitglied und Direktor am MPI für Psychiatrie in München und am MPI für Neurobiologie in Martinsried, davon elf Jahre als Geschäftsführender Direktor des Theoretischen Instituts. Er ist einer der Gründer von EICOS, der "European Initiative for Communicators of Science", wurde mit mehreren wissenschaftlichen Preisen geehrt, mit dem Dr. h.c. der Universität Szeged, Ungarn ausgezeichnet, erhielt das Bundesverdienstkreuz 1 Klasse und ist seit 2000 Emeritus. Mit mehr als 350 wissenschaftlichen Arbeiten gehört er zu den 100 weltweit am häufigsten zitierten Neurowissenschaftlern.

 

 

56. Ernst-Abbe-Kolloquium

Mi · 09.04.2014 · 17.00 Uhr - Eintritt frei!

Prof. Dr. Harald Fritzsch

Der Urknall - die Physik vom Anfang der Welt

Die Grundlage der modernen Kosmologie ist die Allgemeine Relativitätstheorie von Albert Einstein, die 1916 veröffentlicht wurde. Erste Ideen zur Kosmologie wurden danach von Einstein, Friedman und Lemaitre publiziert.

1929 entdeckte Edwin Hubble vom California Institute of Technology mit dem Teleskop auf dem Mount Wilson bei Pasadena, dass die fernen Galaxien sich von der Erde wegbewegen mit Geschwindigkeiten, die proportional zur Entfernung sind. Dies ist ein Hinweis, dass der Kosmos vor ca. 14 Milliarden Jahren durch eine gewaltige Explosion entstand, durch den Urknall.

Am Anfang war der Kosmos sehr heiß - die thermische Strahlung wurde 1964 entdeckt. Sie hat heute eine Temperatur von 2.7 K. Kurz nach dem Urknall gab es keine Atome oder Atomkerne, nur Quarks, die Bausteine der Nukleonen, sowie Elektronen, Neutrinos und die entsprechenden Antiteilchen.

Mit Hilfe der Teilchenphysik kann man die kosmologische Entwicklung in den ersten Minuten nach dem Urknall berechnen. Allerdings gibt es eine Reihe von ungelösten Problemen, etwa das Problem der dunklen Materie und der dunklen Energie.

 

 

55. Ernst-Abbe-Kolloquium

Mi · 26.02.2014 · 17.00 Uhr - Eintritt frei!

Professor Dr. Hans Robert Schöler

Direktor des Max‐Planck‐Institutes für molekulare Biomedizin 

August Weismann, Shinya Yamanaka und die künstlich induzierte Pluripotenz

>>>mehr>>>

 

29.11.2013 - ARD-Radionacht für Kinder: »Mit Überschall ins All« - war AUSVERKAUFT!

Am 29.11.2013  18 Uhr gibt es die intergalaktische ARD-Radionacht für Kinder: »Mit Überschall ins All« (Eintritt für Kinder frei).

http://www.kinderradionacht.de

Universitäts-Sommerfest 2013 "WeltOffen"

 

>>> Bilder von 2013 >>>

Universitäts-Sommerfest auf dem Festareal Griesbachgarten, Planetarium und Botanischer Garten unter dem Motto "WeltOffen".    

mehr unter http://www.sommerfest.uni-jena.de/

 

54. Ernst-Abbe-Kolloquium

Mi · 03.07.2013 · 17.00 Uhr - Eintritt frei!

Prof. Dr. Dr. hc. mult. Rudolf K. Thauer

Max-Planck-Institut für terrestrische Mikrobiologie, Marburg

und Philipps-Universität Marburg / SYNMIKRO

 

Kohlenstoffkreislauf, Treibhausgaseffekt und Bioenergie

 

Ein Hauptmotiv für die Verwendung von Bioenergie ist es, die CO2–Emissionen zu reduzieren: Fossile Brennstoffe werden durch Bioenergie ersetzt, in der Hoffnung, dadurch den anthropogenen Klimawandel zu mildern. Bioenergie wird häufig als CO2-neutral eingestuft, da bei der Bildung von Biomasse durch Photosynthese prinzipiell genauso viel CO2 assimiliert wie bei der Verbrennung freigesetzt wird. Dabei wird allerdings nicht berücksichtigt, dass der Kohlenstoff-Kreislauf eng verbunden ist mit den Nährstoff-Kreisläufen von Stickstoff, Phosphor, Schwefel, Metallen und Wasser, die neben Kohlenstoff alle auch Bestandteile von Biomasse sind und für deren Photosynthese nötig sind. Wann immer pflanzliche Biomasse erzeugt wird, werden diese Nährstoffe gebraucht. Wann immer Biomasse wiederkehrend aus einem Ökosystem entfernt oder deren Bildung durch menschliche Eingriffe beschleunigt wird, müssen diese Nährstoffe durch Düngung nachgeliefert werden. Düngung führt allerdings zur Emission von Stickstoff-basierten Treibhausgasen (THG)6, die ein viel höheres Erwärmungspotenzial als CO2 haben.

Die Annahme, Bioenergie sei CO2-neutral, lässt zudem häufig außer Acht, dass die Biomasse in Wäldern Kohlenstoff enthält, der im Laufe von Jahrzehnten oder sogar Jahrhunderten assimiliert wurde. Dieser Kohlenstoff wird zum Teil freigesetzt, wenn mehr Holz geerntet und verbrannt wird als nachwächst.

Eine komplette Kohlenstoff-Kreislauf-Analyse muss auch die CO2–Kosten berücksichtigen, die beim Verbrauch von fossiler Energie in der landwirtschaftlichen Produktion von Biomasse und in den Umwandlungsprozes- sen zu Bioethanol, Biodiesel oder Biogas entstehen. In einigen Fällen sind diese Kosten so hoch, dass sie die THG-Einsparungen aufheben, die durch eine geringere Verwendung von fossilen Brennstoffen erzielt werden.

 

 

53. Ernst-Abbe-Kolloquium

03.12.2012 17.00 Uhr

Eintritt frei

Attosekundenphysik: Das erste Jahrzehnt

Ferenc Krausz1,2,3,4

1) Max-Planck-Institut für Quantenoptik, Garching, Deutschland
2) Ludwig-Maximilians-Universität München, München, Deutschland

3) www.attoworld.de

4) CURRICULUM VITAE

Elektronenbewegung und Lichtwellen sind unsere Lebensgrundlage: Bei der mikroskopischen Bewegung von Elektronen wird Licht erzeugt, das unsere Erde mit der lebensspendenden Energie der Sonne versorgt – bei der Photosynthese wandeln Elektronen Licht in biologische Energie und Signale um, die uns die Fähigkeit verleihen, die Welt um uns herum zu sehen. Während ihrer Bewegung innerhalb und zwischen den Atomen senden die Elektronen Licht aus, geben Informationen weiter und verarbeiten sie in biologischen Systemen wie auch in technischen Geräten; sie erzeugen, zerstören oder modifizieren Moleküle und beeinflussen damit ihre Funktionsfähigkeit. Folglich spielen sie in der Physik, Chemie und den Lebenswissenschaften, wie auch in der Informations-, Industrie- und Medizintechnik eine zentrale Rolle.

 

Während der letzten zehn Jahre (2001 – 2011) eröffneten Fortschritte in der Laserwissenschaft die Möglichkeit, diese bis dahin unzugänglichen Dynamiken zu beobachten und zu kontrollieren: Die Bewegung von Elektronen auf atomarer Skala und Lichtwellenschwingungen (gegenseitig die Ursache füreinander) spielen sich auf der Attosekunden-Zeitskala ab.

 

Die Schlüsselinstrumente der Attosekundenphysik sind unter anderem wenige Zyklen andauerndes Laserlicht mit kontrollierter Wellenform und Attosekundenpulse im extrem ultravioletten und weichen Röntgenlicht. Diese Werkzeuge verfügen über eine Kraft, mit der Elektronen innerhalb und zwischen Atomen in Bewegung gesetzt werden können und dienen gleichzeitig als Messsonden, die diese Bewegungen verfolgen. Einblicke in und Kontrolle über mikroskopische Elektronenbewegungen werden unser Verständnis molekularer Prozesse (wie z. B. den Zerstör- bzw. Reparaturmechanismus der DNA) auf grundlegendster Ebene, wo die Grenzen zwischen Physik, Chemie und Biologie verschwinden, erweitern. Erst einmal in kondensierter Materie realisiert, wird diese Technologie hilfreich sein, Elektronik und elektronenbasierte Informationstechnologien bis zu ihrer ultimativen Geschwindigkeit voranzutreiben: vom Mikrowellen- bis hin zum Lichtwellenfrequenzbereich.

 

 

Live-Konzert: POND

Im Rahmen des

Universitätssommerfest "Sinfonie der Sinne"

im Planetarium:

20.30 - 23.00 Uhr 

POND

Die Kombination aus elektronischer Instrumentalmusik, Lasershow und beeindruckenden Projektionen ist einzigartig und wird die Zuschauer in eine völlig neue Erlebniswelt tragen. Inszeniert werden §typische Weltraummusikklänge" sowie altbekannte POND Hits aus der Schaffensphase des Berliner Elektronikpioniers. POND schafft es seit über 30 Jahren mit nunmehr 12 Alben die Zuhörer geradezu in einen Klangrausch zu versetzen und fast schon hypnotisch mit einer Fülle schöner Melodien zu fesseln.

www.pond.de

 

52. Ernst-Abbe-Kolloquium

23.05.2012 · 17 Uhr · Eintritt frei!

Chemische Vorbestimmungen des Lebens

 

Anfang des Lebens, Ursprung der Arten,

Aufstieg des Menschen

 

Günter Wächtershäuser — München, Chapel Hill

 

Darwin’s Mechanismus der biologischen Evolution — zufällige genetische Mutationen und natürliche Auslese — ist überwältigend bestätigt. Gilt dieses genetische Evolutionsgesetz von Anfang an und als Ursache ausschließlich; und welche Rolle kommt den Gesetzen der Chemie zu? Diese Frage wird für weit auseinander liegende Evolutionsphasen theoretisch beantwortet.

1. Entstehung des Lebens in einer heißen, vulkanischen Eisen-Schwefel-Welt durch Kohlenstoff-Fixierung und Übergangsmetall-Katalyse als evolutionsfähiger synthetischer Ur-Stoffwechsel: Chemische Singularität, vorbestimmt und gerichtet.

2. Aufspaltung der Biosphäre in die Domänen Bakteria und Archaea durch Razematspaltung der Membranlipide: Genetische Anpassung an einen vorbestimmten physico-chemischen Prozeß und anschließend chemisch richtungs-bestimmte Zell-Evolution.

3. Ursprung des Menschen mit Beherrschung der Chemie des Feuers und Nahrungszubereitung durch Erhitzen (Wrangham Theorie) — Erfindungsakt als Primärursache, anschließende kulturelle Ausbreitung und dann erst genetische Anpassung: Primat der kulturellen Evolution; chemisch vorbestimmte, gerichtete Evolution der Pyrotechnik als fortwährender Anpassungsdruck; Sonderstellung des Menschen als Verursacher seiner eigenen Evolution und damit evolutionäre Gründung des Begriffs der Menschenwürde.

 

Biographische Daten

1938: Geburt in Gießen;

1965: Promotion in organischer Chemie;

1966-1969: Ausbildung zum Patentanwalt, z. T. in USA;

Seit 1970: Patentanwaltskanzlei;

Seit 1982: Persönliche Bekanntschaft mit Karl Popper, und unter dessen Einfluß aktive Rückkehr zur Wissenschaft;

Seit 1987: Wissenschaftliche Publikationen zu Fragen der Evolution.

1993: Jahrespreis der Bayerischen Akademie der Wissenschaften;

1994: Honorarprofessur der Universität Regensburg;

1999: Bonner Chemiepreis;

2007: Adjunct Professor der University of North Carolina at Chapel Hill. 

 

51. Ernst-Abbe-Kolloquium

04.04.2012 · 17 Uhr · Eintritt frei!


Massereiche Schwarze Löcher und Galaxien

Reinhard Genzel
Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik, Garching
& Department of Physics, University of California, Berkeley, USA


Seit der Entdeckung der Quasare vor etwa 40 Jahren haben sich die
Indizien gehäuft, dass in den Zentren von Milchstraßensystemen massive
Schwarze Löcher sitzen, die durch Akkretion von Gas und Sternen
effizient Gravitationsenergie in Strahlung umwandeln. Durch
hochauflösende Messungen im Infrarot- und Radiobereich ist es jetzt im
Zentrum unserer eigenen Milchstraße gelungen, einen überzeugenden
Beweis für diese Hypothese zu liefern, und gleichzeitig neue und
unerwartete Resultate uber den dichten Sternhaufen in der unmittelbaren
Umgebung des Schwarzen Lochs erbracht. Hierbei haben neue Entwicklungen
in der Infrarotinstrumentierung und der adaptiven Optik am neuen
Großteleskop der ESO, dem VLT, eine wichtige Rolle gespielt.
Gleichzeitig ist es klar geworden, dass die meisten Galaxien massive
Schwarze Löcher beherbergen, und dass diese Schwarzen Löcher bereits
etwa eine Milliarde Jahre nach dem Urknall entstanden sein müssen.
Es werden diese neuen Messungen und ihre Konsequenzen fuer die
Entstehung von Schwarzen Löchern im frühen Universum diskutiert.

 

http://www.mpe.mpg.de/ir/

 

50. ERNST-ABBE-KOLLOQUIUM

24.10.2011 17.00 Uhr

Eintritt frei, keine Reservierung.

Forschung, eine Fahrt ins Blaue

Prof. Dr. Dieter Seebach

Am Beispiel der b- und g-Peptide, in denen die natürlichen Aminosäurebausteine dadurch verändert sind, dass in ihr Rückgrat CH2-Gruppen eingeschoben sind, wird gezeigt, wie die Neugier eines organischen Synthesechemikers zu strukturellen, biologischen und medizinischen Fragestellungen führte. Es ergibt sich die Schlussfolgerung: Man kann Forschung planen, nicht aber ihre Ergebnisse! Neuere Entwicklungen in der weltweiten Forschungslandschaft werden unter diesem Aspekt diskutiert.


 

 

 

Entdecke den Sternhimmel mit Uli und Dirk

LIVE: KINDERVERANSTALTUNG MIT ULRIKE KNIEWEL & DIRK SCHLESIER

Wer staunt nicht über einen sternenklaren Himmel? Doch was kann man dort oben eigentlich alles entdecken?
Das möchte Dirk auch sehr gerne wissen, und so trifft er sich mit Uli unter dem
Planetariumshimmel. Sie weiß über Sterne und Planeten gut Bescheid, kann Dirk und allen neugierigen Kindern den Sternenhimmel zeigen und erklären. Die erfahrungsgemäß durchweg interaktive Veranstaltung ermöglicht es unseren kleinen Gästen auf spielerische Weise die Gestirne des Nachthimmels zu erkunden.
Uli und Dirk laden Groß und Klein dazu recht herzlich ein!

Live am 24.11.2011 · 10.00 Uhr und 12.00 Uhr
ab 5 Jahren
ca. 45 Minuten

 

 

85 Jahre Zeiss-Planetarium Jena

Größer? Auf Bild klicken!

18. Juli 2011 · 20 Uhr · Eintritt frei!

Am Montag, dem 18. Juli, jährt sich zum 85. Mal die Eröffnung des Zeiss-Planetariums Jena.

Im Sommer 1924 hatte die Firma Carl Zeiss ihr Versuchsplanetarium auf dem Dach von Bau 11 erstmals für Besucher freigegeben. Die unerwartet große Resonanz veranlasste die Firma zum Entschluss, im Gegensatz zur ursprünglichen Planung eine ganze Serie von weiterentwickelten Projektoren aufzulegen und in Jena ein Großplanetarium zu errichten. Viele andere folgten weltweit.

Nach der feierlichen Einweihung am 17. Juli 1926 vor 600 geladenen Gästen, unter ihnen der damalige Thüringer Staatsminister Dr. von Klüchtzner, stehen seitdem und nahezu ohne Unterbrechung die Türen weit geöffnet für wissbegierige Mitbürger aller Altersgruppen und Bildungsschichten. Mehr als 8,5 Millionen Besucher ließen sich bisher vom künstlichen Sternhimmel der vier Generationen von Planetariumsprojektoren der Firma Carl Zeiss einfangen, bezaubern und beeindrucken.

Dieses Jubiläum nahm die Ernst-Abbe-Stiftung, seit 1992 Träger des Planetariums, zum Anlass, eine Publikation über die frühe Geschichte der Institution herauszugeben. Unter dem Titel "Die Weltenmaschine" liefern zehn Autoren Beiträge zu den verschiedensten Aspekten des Zeiss-Planetariums.

Einladen möchten wir herzlich zur Abendveranstaltung an diesem Montag um 20 Uhr ins Zeiss-Planetarium. Unter dem langjährigen Motto "Den Sternen näher..." werden wir mit dem Zeiss-Projektor eine Zeitreise in das Jahr 1926 unternehmen und an Hand zahlreicher Bilder über die frühe Geschichte informieren, die in mancher Hinsicht recht spannend verlaufen ist.

Der Eintritt ist frei.

Dr. Hans Meinl

 

48. ERNST-ABBE-KOLLOQUIUM

11.07.2011 17.00 Uhr

Die anderen und wir. Über Neandertaler, deren Aussterben und uns.

Prof. Nicholas J. Conard, Ph.D.

Universität Tübingen
Institut für Ur- und Frühgeschichte und Archäologie

Neandertaler bewohnten westliches Eurasien zwischen ca. 300,000 und 30,000 Jahren vor heute. Sie waren eine talentierte und erfolgreiche Menschenform. Anatomisch moderne Menschen sind ab 200,000 Jahren in Afrika gut dokumentiert. Das diese jährige Ernst-Abbe-Kolloquium erklärt warum die Neandertaler ausgestorben sind und warum wir überlebt haben. Der Vortrag präsentiert ein Modell für die kulturellen Entwicklungen in der Zeit der Begegnungen zwischen den Neandertalern und modernen Menschen und betrachtet die Frage warum die Kunst und Musik entstanden ist.

 

7. Lange Nacht der Sterne

In einer Nummernrevue aus Rückblicken auf das astronomische Jahr 2010, den schönsten Bildern aus dem All, Fulldome-Projektionen aus dem Festival, interessanten Kurzvorträgen wurde natürlich auch dem aktuellen Sternhimmel gehuldigt. Michael Ebert begleitete die Veranstaltung am Flügel. Moderation: Dr. Hans Meinl

29.10.2010 19.30 Uhr

 

 

50 Jahre Karl-Schwarzschild-Observatorium Tautenburg

Die drei Teleskope der TLS Tautenburg: 2-m-Alfred-Jensch-Telskop, robotisches Kleinteleskop TEST und Niederfrequenz-Antennen der Tautenburger LOFAR-Station (Bild: Ch. Högner/TLS Tautenburg)

 

21.10.2010

Prof. Dr. Helmut Meusinger, TLS Tautenburg

Am 19. Oktober 1960 wurde im Tautenburger Forst bei Jena das Karl-Schwarzschild-Observatorium mit seinem neuartigen 2-m-Teleskop eingeweiht. Das Teleskop, damals das fünftgrößte der Welt auf dem Gebiet der optischen Astronomie, war lange Zeit ein Vorzeigeprojekt des Astrogerätebaus in Jena.

50 Jahre nach seiner Gründung ist das Karl-Schwarzschild-Observatorium eine moderne, international angesehene Forschungseinrichtung.

Das Jubiläum ist Anlass für einen kleinen historischen Rückblick.

Dabei wird es zunächst um dessen facettenreiche Vorgeschichte gehen, die tief in der Entwicklung der Astronomie der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurzelt. Die Institutsgeschichte, von den ersten Jahren über die  Neugründung als Thüringer Landessternwarte bis hin zum innovativen europaweiten Radioteleskop LOFAR und anderen aktuellen Projekten, wird anhand ausgewählter Forschungsgegenstände wie Galaxien, Quasare und Exoplaneten skizziert .