Dezember 2009: Der Blick wird weiter – der Weg zur Astrophysik

3. Teil: Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde die energiereiche kosmische Strahlung entdeckt, bald folgte die Radiostrahlung aus kosmischen Tiefen. Nach und nach konnten durch Ballonsonden, Erdsatelliten und Weltraunteleskope alle Wellenlängenbereiche der kosmischen elektromagnetischen Strahlung für die Erforschung des Weltalls erschlossen werden.

 

 

 

November 2009: Dunkles im Licht - Der Weg zur Astrophysik

2. Teil: Die zufällige Entdeckung dunkler Linien im Regenbogen-Spektrum des Sonnenlichts führte zur Entwicklung der Spektralanalyse. Mit diesem Messverfahren ließ sich die chemische Zusammensetzung der fernen Himmelsobjekte bestimmen. So wurden die ersten Aussagen über ihre Natur möglich, was das Weltbild veränderte. Noch heute ist die Spektralanalyse das maßgebliche Messverfahren der Astronomen.


 

 

 

Oktober 2009: Die ersten Beweise - Der Weg zur Astrophysik

1. Teil: Im 19. Jahrhundert begannen die Astronomen, immer höhere Anforderungen an die Leistungsfähigkeit ihrer Instrumente zu stellen. Nur so wurde es möglich, z. B. die Bewegung der Erde um die Sonne zu beweisen. Das Spiegelteleskop entwickelte sich zum wichtigsten Gerät, um auf anwachsender Spiegelfläche das  Licht ferner Objekte zu sammeln. Die Astronomen erkannten als Erste die Bedeutung der Fotographie für die Sammlung dieses Lichts über die Zeit.

 

 

 

 

 

September 2009: Die Welt wird größer

Die Anzahl der Planeten und die Existenz einer Fixsternsphäre wurden lange nicht in Frage gestellt. Mit den ersten Entfernungsmessungen im Sonnensystem im 17. Jh., der noch zufälligen Entdeckung eines weiteren und der gezielten Suche eines noch ferneren Planeten im 18. und 19. Jh. begann sich das Bild vom Kosmos zu verändern. Kosmische Nebel wurden als ferne Welten interpretiert sowie ein Werden und Vergehen postuliert.

Ton: Die Welt wird größer (2 min 02 s, 479 KB)

 

 

 

 

August 2009: Mond ähnelt Erde

Im Jahr 1608 wurde in den Niederlanden das Fernrohr erfunden. Von Thomas Harriot (1560 - 1627) ist die erste Fernrohrzeichnung des Mondes von 1609 überliefert. Es war jedoch Galileo Galilei (1564 - 1642), der 1609/10 erstmals Schlussfolgerungen aus seinen Fernrohrbeobachtungen zog. Darin traf er Aussagen über die Natur des Mondes, kosmischer Nebel sowie der Milchstraße. Seine Entdeckung des Systems der Jupitermonde offenbarte ein Planetensystem im Kleinen.

 

 

 

Juli 2009: Das himmlische Uhrwerk

Das Kopernikanische Weltbild basierte noch auf den antiken Kreisbahnen für die Himmelskörper. Johannes Kepler (1571 - 1630) bemühte sich ab 1601 die wahren Planetenbahnen zu finden. Tycho Brahes (1546 - 1601) Beobachtungsdaten für den Planeten Mars lieferten ihm die Grundlage. 1605 erkannte Kepler die Ellipse als Grundform der Planetenbahnen, veröffentlichte 1609 seine ersten beiden, 1619 sein drittes Bahngesetz. Sie vollendeten das heliozentrische Weltbild.

 

 

 

Juni 2009: Die Sonne steht im Mittelpunkt

Das geozentrische Weltbild mit der Erde im Mittelpunkt wurde über Zweitausend Jahre als gültig angesehen. Frühe Zweifler wie Aristarchos in der Antike konnten sich nicht durchsetzen. Erst im 12. Jahrhundert begann bei islamischen Gelehrten die Kritik. Nikolaus Kopernikus (1473 - 1543) kam bei seinen Studien mit den antiken Schriften in Berührung und formulierte ab 1507 den ersten Entwurf seines heliozentrischen Weltbildes. Sein entscheidendes Werk ließ er 1543 veröffentlichen.

 

 

 

Mai 2009: Lichter im Dunklen

Im 5. Kapitel wollen wir in das »Dunkle« Mittelalter eindringen. Nach dem Niedergang des Römischen Reiches war es der aufstrebende Islam, der sich im 7. Jahrhundert des antiken Wissens annahm und es in vielen Aspekten weiterentwickelte. Durch die Übersetzung griechischer und indischer Lehrbücher ins Arabische überdauerte das Wissen den mitteleuropäischen Stillstand und konnte die Basis für die Renaissance bilden.

Ton: Lichter im Dunklen (2 min 07 s, 400 KB)

 

 

 

April 2009: Das erste Bild der Welt

Im 4. Kapitel beschreiben wir, wie die Gelehrten der Griechischen Antike zum ersten mathematisch fundierten Weltbild gelangten. In ihrem Modell wird die zentrale Erde von Sonne, Mond und Planeten umrundet. Das geozentrische Weltbild hatte lange Gültigkeit und genügte in seiner Genauigkeit fast allen Anforderungen. Es wurde erst nach 1543 vom heliozentrischen Weltbild des Nikolaus Kopernikus überholt.

Ton: Das erste Bild der Welt (2 min 46 s, 500 KB)

 

 

 

 

März 2009: Der Mond regiert und regelt

Gekürzter Mitschnitt der Veranstaltung vom 4. März:

Ton: Der Mond historisch (14 min 07 s, 2,4 MB)

Ton: Unser Mond heute (5 min 05 s, 900 KB)

 

 

 

 

 

 

Februar 2009: Alles dreht sich um Re

Das 2. Kapitel unserer Astronomiegeschichte
befasste sich mit der Sonne.

Gekürzter Mitschnitt der Veranstaltung vom 4. Februar:

Ton: Die Sonne historisch (14 min 39 s, 2,1 MB)

Ton: Die Sonne heute und in Zukunft (1 min 36 s, 240 KB)

 

 

 

 

 

Januar 2009: Sterne zu Bildern
Das 1. Kapitel über die Astronomiegeschichte befasst sich mit den Sternbildern. Ob die Große Bärin oder der Stier tatsächlich die ältesten Sternbilder sind, werden wir wohl nie mit Sicherheit erfahren. Während der Antike füllte sich fast die gesamte Himmelskugel mit Figuren ihrer Mythologie. Erst im 17. und 18. Jahrhundert komplettierten Sternbilder der Neuzeit den Südhimmel. Zwischen 1922 und 1928 richteten die Astronomen den irdischen Sternhimmel endgültig aus.