Endlich ist es soweit – nach langer Pause gibt es wieder die beliebten Hörspielnächte im Planetarium. In der „dunklen Jahreszeit“ wollen wir phantastische Reisen unternehmen. Unser Partner MDR Figaro – Das Kultur-Radio - stellt diese mit bekannten Stimmen aufwändig produzierten Hörspiele bereit. Dazu ein prachtvoller Sternhimmel – ein Genuss für die Sinne.
„…das ist wie in einer lauen Sommernacht am Strand. Man schaut in den Sternhimmel und erzählt sich Geschichten…“

Eintritt: 6,00 € / 4,00 €

 

HÖRSPIELE 2010

 

Donnerstag . 4. November 2010 . 20:00 Uhr . Samuel Shem
»House of God«

Hörspiel mit Ulrich Noethen, Katharina Palm, Marylu Poolmann, Hans-Peter Hallwachs u.v.a. | Musik: Gerd Bessler | Bearbeitung und Regie: Norbert Schaeffer


Roy, Chuck und Potts haben ihr Medizinstudium mit Erfolg abgeschlossen, und jetzt, am 1. Juli 1973, treten die angehenden Ärzte ins berühmte «House of God» ein, das angesehene Lehrkrankenhaus der BMS - der «Best Medical School» -, um mit ihrem ersten praktischen Jahr ihre Facharztausbildung als sogenannte «Interns» fortzusetzen. Voller Enthusiasmus und Erwartungen, beseelt von dem Wunsch, zu helfen und zu heilen, muss der junge Arzt Dr. Roy Basch im Alltag schnell erkennen, dass die Medizin ein dreckiges Geschäft ist.


MDR 2002 | 125 Minuten


Donnerstag . 11. November 2010 . 20:00 Uhr . William Kotzwinkle
»Ein Bär will nach oben«

Hörspielkomödie mit Friedhelm Ptok, Helmut Stange, Christian Redl, Leslie Malton u.v.a. | Bearbeitung und Regie: Irene Schuck


Es war einmal ein großer, schwarzer, amerikanischer Bär, der unter einem Baum zwar keine Torte, jedoch ein Romanmanuskript fand, das er den Autor dort deponieren gesehen hatte. Als er es näher begutachtete, fand er an den Zutaten der Story nichts auszusetzen: viel Sex und Angeln. Also lieh er sich im Dorfladen einen Anzug aus, nannte sich fortan nach seiner Lieblingsmarmelade «Hal Jam» und ging nach New York, auf eine Reise durch die Welt der Medien und Verlage. - Eine interessante und durchwachsene Blitzkarriere als Schriftsteller beginnt.


MDR 2006 | 55 Minuten

 

Donnerstag . 18. November 2010 . 20:00 Uhr . George Bernard Shaw
»Pygmalion«

Hörspiel mit Susanne Bard, Peter Fricke, Otto Sander, Dietrich Körner u.v.a. | Bearbeitung: Heide Böwe | Regie: Klaus Zippel


Henry Higgings, Professor für Phonetik in London, wettet, dass er dank seines Sprachlehrsystems, ein Rinnsteingeschöpf in drei Monaten so fit machen könne, dass es sich einer Herzogin gleich bewegen würde. Er gewinnt die Wette. Doch im Gegensatz zu Pygmalion in der griechischen Sage interessiert ihn nur sein Experiment. Die Seele Elizas ist ihm gleichgültig. Das Mädchen reift zur Persönlichkeit und wird ihm ebenbürtig...


MDR 2006 | 120 Minuten

 

Donnerstag . 25. November 2010 . 20:00 Uhr . Klaus Funke
»Abschied am Fluß«

Hörspiel mit Dagmar Manzel, Rolf Hoppe, Matthias Brandt, Peter Sodann u.v.a. | Bearbeitung: Caren Pfeil | Musik: C. Wieck und R. Schumann | Regie: Walter Niklaus


Anfang Oktober 1873 kommt die in Deutschland und Europa gefeierte Pianistin Clara Schumann aus Berlin nach Loschwitz bei Dresden. Ihr Vater und Lehrer Friedrich Wieck, hoch in den Achtzigern, liegt im Sterben, und sie will ihre Tochterpflicht erfüllen und die letzten Stunden an seiner Seite sein. Das Wunderkind von einst, das noch vor Goethe aufgetreten ist, ist inzwischen vierundfünfzig, Mutter von acht Kindern, und Robert Schumanns Krankenjahre in der Heil- und Pflegeanstalt von Endenich liegen fast zwei Jahrzehnte zurück.


MDR 2010 | 60 Minuten

 

HÖRSPIELE 2011

 

Donnerstag . 6. Januar 2011 . 20:00 Uhr . Krzysztof Kieslowski
»Dekalog«

Vier ausgewählte Geschichten zu den zehn Geboten mit Sylvester Groth | Regie: Steffen Moratz


Als Filmemacher ist Kieslowski spätestens mit seiner „Drei Farben Trilogie“ international einem breiten Publikum bekannt geworden. Eines seiner wichtigsten und berühmtesten Werke war der Filmzyklus „Dekalog“, der heute bereits einen legendären Status besitzt. Er entstand in den Jahren 1988/89 für das polnische Fernsehen. Weniger bekannt dabei ist, dass Krzysztof Kieslowski zusammen mit seinem Freund, dem Rechtsanwalt und Drehbuchautor Krzysztof Piesiewicz, dem Film-Projekt gewissermaßen ein Schreib-Projekt voranstellte: Es entstanden 10 Geschichten, woraus später die Drehbücher der Filme entwickelt wurden.


MDR 2007 | 120 Minuten

 


Donnerstag . 13. Januar 2011 . 20:00 Uhr . Bettina von Arnim
»Goethes Briefwechsel mit einem Kinde«

Brief-Hörspiel mit Marlies Reusche, Chris Pichler und Jürgen Hentsch | Bearbeitung: Caren Pfeil | Regie: Steffen Moratz


In ihren Hauptwerken brilliert Bettina von Arnim mit Schilderungen, die zu den schönsten in der deutschen Literatur gehören. Als Selbstinszenierung und Selbstentblößung kritisiert, gelten sie heute vielen als virtuoses Sprachkunstwerk, als Paradestück einer Autorin, die sich den männlichen Kollegen der schreibenden Zunft ihrer Zeit stolz zur Seite stellen durfte.


MDR 2009 | 140 Minuten

 


Donnerstag . 20. Januar 2011 . 20:00 Uhr
»Einar Schleef - Gertrud Schleef: Briefwechsel 1963-1976«

Brief-Hörspiel mit Thomas Thieme und Jutta Hoffmann | Bearbeitung und Regie: Matthias Thalheim


Einar Schleef gilt als Ausnahmekünstler, dessen Werk lange nicht die verdiente Anerkennung erfuhr. Einen tiefen Einblick in Leben und Schaffen des «Berserkers» geben seine im Berliner Schleef-Archiv entdeckten Briefe aus der Korrespondenz mit seiner Mutter. Dieser Briefwechsel macht deutlich, wie stark Einar Schleef im Alter zwischen 19 und 32 Jahren auf die Erfahrungen und das Wort der Mutter zurückgriff. Worte, die er zum Teil wörtlich in sein eigenes Werk übernahm. Interessanter jedoch ist die Entdeckung, wie stark Einars Weg in den Briefen vorformuliert scheint: Charakteristisches wie sein Starrsinn, seine unglaubliche Arbeitswut, die Verwurzelung in der Provinz und das schroffe Drängen in eine ihm so fremde Welt.


MDR 2009 | 150 Minuten

 


Donnerstag . 27. Januar 2011 . 20:00 Uhr . Eric-Emmanuel Schmitt
»Der Besucher«

Hörspiel mit Walter Schmidinger, Therese Affolter, Markus Meyer u.v.a. | Bearbeitung: Heide Böwe | Musik: Joachim Gies | Regie: Jörg Jannings


Wien, 22. März 1938: Die Deutsche Wehrmacht hält Österreich seit elf Tagen besetzt. Obwohl die neuen Herren Wiens die Juden unerbittlich verfolgen und Sigmund Freud, der Sohn jüdischer Eltern, sich immer dreisteren Schikanen eines Gestapooffiziers ausgesetzt sieht, weigert er sich, Wien zu verlassen. Damit widersetzt er sich auch dem verzweifelten Wunsch seiner Tochter Anna, die Stadt zu verlassen.
Als der Offizier erneut erscheint, um Freud seine letzten Ersparnisse abzunehmen, revoltiert Anna auf das Heftigste und wird verhaftet. Freud bleibt allein zurück, krank, verängstigt, verzweifelt. Da erscheint aus heiterem Himmel ein eleganter Herr in seinem Arbeitszimmer ...


MDR/ORF 2000 | 85 Minuten